20.02.2026
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Achtung! Aufgrund der Speicherkrise kommt es zu Ausfällen in der Hardware‑Beschaffung.

So oder so ähnlich könnte die nächste interne Meldung lauten. RAM und SSDs sind knapp, teuer, schwer planbar. Für Sie heißt das: Hardware, die gestern verfügbar war, ist es morgen womöglich nicht mehr. Warum das so ist und wie Sie handlungsfähig bleiben, fassen wir im Folgenden zusammen.
Jennifer Lang Bechtle PLM
Jennifer Lang
RAM DDR5-Computerchips mit leuchtend rotem AI DEMAND-Diagramm, das die Preissteigerung zeigt

Die Lage am Speichermarkt hat sich in den vergangenen Monaten so drastisch verändert, dass gewohnte Beschaffungsprozesse plötzlich ins Stocken geraten. Angebote verlieren schneller ihre Gültigkeit, Preise steigen innerhalb weniger Tage, und Lieferzeiten, die früher selbstverständlich waren, verschieben sich heute um Wochen oder sogar Monate.

Warum gibt es eine Speicherkrise?

Die RAM-Krise ist keine Momentaufnahme, sondern das Ergebnis eines anhaltenden Marktumschwungs. Der globale Ausbau von AI-/High-Performance-Infrastrukturen führt dazu, dass Hersteller ihre Kapazitäten auf Hochleitungsspeicher verlagern. Für klassische Komponenten stehen damit deutlich weniger Fertigungslinien zur Verfügung. Lager sind ausgedünnt, Kontingente begrenzt, alternative Stücklisten schwer kurzfristig freizugeben. Was gestern lieferbar war, kann morgen schon fehlen. Die Speicherknappheit bestimmt zunehmend den Takt vieler Projekte.

Konsequenzen für laufende Projekte.

Die Speicherkrise betrifft alle Bereiche. Server‑RAM, Notebook‑Module oder Enterprise‑SSDs – überall zeigen sich dieselben Muster: sprunghafte Preisanpassungen, eingeschränkte Kontingente und fehlende Planbarkeit. Da Speicherkomponenten in praktisch jeder IT‑Architektur verbaut sind, reichen die Auswirkungen weit über einzelne Beschaffungsprozesse hinaus. Sie beeinflussen Rollouts, Budgets, Lifecycle Programme und jede Form von Wachstum in der Infrastruktur.

Empfehlung für IT‑Teams: Von reaktiv zu proaktiv.

Wechseln Sie vom Reagieren ins Agieren. Planen Sie Speicher als kritische Abhängigkeit. Ermitteln Sie den Bedarf für die kommenden Monate. Stimmen Sie Projekte frühzeitig mit Einkauf und Betrieb ab. Legen Sie Mindestpuffer für kritische Komponenten fest. Halten Sie passende Alternativen bereit. Reduzieren Sie Varianten, damit Freigaben schneller erfolgen. Ziehen Sie Lifecycle Wechsel vor, damit Prüfungen nicht in kritische Phasen fallen. So behalten Sie Tempo trotz Speicherknappheit.

Wie wir unterstützen zuverlässig.

Um Verfügbarkeit und Preise stabiler zu halten, beschaffen wir benötigte Hardware frühzeitig und lagern abgestimmte Mengen ein. So lassen sich Engpässe abfedern und Projekte planbar halten. Die Vorproduktion kann Preisentwicklungen in Teilen abmildern, solange unsere eigenen Beschaffungskosten stabil bleiben. Ändern sich diese, passen wir die Konditionen an und stimmen das weitere Vorgehen offen mit Ihnen ab.

Jennifer Lang Bechtle PLM
Jennifer Lang
Redakteurin
Mit über 12 Jahren Erfahrung im Engineering und Manufacturing konzentriert sich Jennifer auf Lösungen für die Industrie 4.0, damit Sie den digitalen Wandel erfolgreich meistern.
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