02.02.2026
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Treppen und Geländer effizient konstruieren mit SolidSteel parametric Version 7.

Erleben Sie, wie einfach Treppen konstruieren mit SolidSteel parametric 7.0 ist. Neue Automatismen, intelligente Funktionen und durchdachte Workflows machen Stahlbau schneller, präziser und überraschend komfortabel.
Riccardo Terrasi

Wenn Sie regelmäßig Stahlkonstruktionen in SolidSteel parametric erstellen, wissen Sie vielleicht, wie herausfordernd es sein kann, eine Treppe sauber zu modellieren – vollständig, normgerecht, inklusive Geländer, Schnitte, Kopfplatten und Stücklisten. Wie angenehm wäre es da, wenn entscheidende Schritte automatisiert oder zumindest deutlich vereinfacht würden? Genau an dieser Stelle setzt SolidSteel parametric an, wie im aktuellen Webinar des Herstellers gezeigt wird. In diesem Beitrag fassen wir Ihnen die vorgestellten Funktionen zusammen. 

Der schnelle Einstieg: Zwei Linien, eine komplette Treppe.

Zu Beginn erstaunt immer wieder, wie einfach der Start in SolidSteel parametric ist: Man benötigt lediglich eine Start- und eine Endlinie. Kaum ausgewählt, erzeugt die Software bereits eine erste grafische Vorschau der Treppe. Besonders angenehm ist dabei, dass SolidSteel sich die zuletzt genutzten Einstellungen merkt. Wer also häufiger ähnliche Treppen erstellt, wird die Zeitersparnis sofort spüren. 

Im nächsten Schritt öffnet sich der Konfigurationsdialog, in dem Sie festlegen, ob die Treppenwangen aus Profilen oder Blechen bestehen sollen. Die Wahl hängt von der jeweiligen Situation ab: Profile sind im klassischen Anlagenbau häufig die bevorzugte Variante, während Bleche vor allem bei kompakten, modernen oder besonders leichten Konstruktionen ihren Vorteil ausspielen. 

Die Auswahl der Profile ist logisch strukturiert – Region, Profilform, Profilreihe, Profilgröße – sodass Sie schnell genau das finden, was Sie benötigen. Die Stufen werden auf die gleiche Weise gewählt und fügen sich nahtlos in die Gesamtlogik ein. 

Parameter, Normen und intelligente Vorschläge. 

Sobald Sie den Parameterdialog öffnen, wird klar, wie flexibel SolidSteel parametric arbeitet. Die Treppe kann relativ zur Startlinie positioniert werden, zum Beispiel zentriert oder mit einem definierbaren Versatz. Auch horizontale Erweiterungen wie Podeste lassen sich einfach anpassen. Ändern Sie beispielsweise die Podestlänge, sehen Sie sofort, wie sich Treppenneigung und Auftritt verändern – und signalisiert über rote Werte, wenn die Normvorgaben der DIN 18065 überschritten werden. 

Haben Sie schon einmal versucht, diese Berechnungen selbst durchzuführen? Dann wissen Sie, wie schnell man sich verrechnen kann. SolidSteel nimmt Ihnen diese Mühen ab, denn die Software verteilt Stufen automatisch neu, berücksichtigt Bodenaufbauten und sorgt dafür, dass Steigung und Auftritt harmonisch bleiben. Der gesamte Prozess bleibt flüssig, nachvollziehbar und intuitiv. 

Schnitte in den Wangen als Neuerung in Version 7. 

Ein Highlight des Webinars ist die Vorstellung der neuen Schnitte in Wangen. Wer schon große Schweißbaugruppen montiert oder transportiert hat, weiß, wie unpraktisch sie werden können. Mit SolidSteel lässt sich eine Treppenwange gezielt unterteilen. Dadurch entsteht nicht nur eine kompaktere Baugruppe, sondern auch eine Lösung mit reduziertem Montageaufwand.

Besonders überzeugend ist die Verbindung mit den passenden Gehrungsplatten: SolidSteel platziert diese automatisch, inklusive Bohrungen und Verschraubungen. Der Konstrukteur oder die Konstrukteurin wählt lediglich die entsprechenden Profile aus und bestätigt. Schneller geht es kaum, und gerade bei repetitiven Aufgaben summiert sich dieser Vorteil enorm. 

Das Geländer: Vorlagenbasierte Konstruktion für maximale Effizienz.

Eine Treppe ohne Geländer wäre nicht nur unvollständig, sondern auch nicht normgerecht. Umso erfreulicher ist es, wie reibungslos SolidSteel parametric auch diesen Teil abdeckt. Der Workflow ist klar strukturiert: Sie wählen eine Montagefläche, definieren die Richtung über eine Kante, und die Software erzeugt sofort eine einfache Vorschau. 

Der eigentliche Clou passiert jedoch im Hintergrund. Denn Geländer basieren auf Vorlagen, die über Gleichungen gesteuert werden. Das bedeutet nicht weniger, als dass Sie einmal definierte Geländerkonzepte beliebig oft wiederverwenden können. Ob Pfostenabstand, Segmentlänge oder die Anzahl der Stäbe – all das lässt sich automatisiert anpassen, ohne dass Sie jedes Detail neu modellieren müssen. 

Ein besonders praxisrelevanter Tipp: Platzieren Sie das Geländer auf der gegenüberliegenden Seite direkt im Anschluss. Da viele Parameter identisch bleiben, sparen Sie unnötige Eingaben und vermeiden Fehler. Erst wenn beide Seiten stehen, lohnt sich die Anpassung der kurzen Geländer am Podest. Auch hier zeigt SolidSteel seine Flexibilität, indem Pfosten präzise verschoben und Segmente reduziert werden – alles ohne zusätzlichen Konstruktionsaufwand.

Handläufe, Schnitte, Kopfplatten.

Auch Details wie Handläufe, die in Wände hineinragen, lassen sich leicht korrigieren. Mit der Funktion „An Fläche schneiden“ werden Handläufe millimetergenau gekürzt. Ebenso schnell entstehen Gehrungsschnitte, wenn zwei Handläufe exakt miteinander verbunden werden sollen. 

Sobald alle Geländer stehen, lohnt sich ein Blick auf überzählige Pfosten. Da SolidSteel die Möglichkeit bietet, Teile einfach zu unterdrücken, bleibt die Stückliste sauber und korrekt. Kopfplatten können ebenfalls mühelos ergänzt werden. Profi-Tipp: Eine einmal erstellte Kopfplattenvolage inkl. Bohrungen und Verschraubungen können immer wiederverwendet werden – ein Zeitgewinn, der sich besonders bei größeren Projekten bemerkbar macht. 

Automatisierte Folgeprozesse: Vom Modell zur Werkstattzeichnung.

SolidSteel endet nicht bei der Konstruktion, sondern unterstützt aktiv die Fertigung. Der automatische Import von Positionsnummern, die Aktualisierung der Metadaten und der Zeichnungsassistent sorgen dafür, dass alle Werkstattunterlagen konsistent und aktuell bleiben. 

Besonders beeindruckend ist die exportierte Stückliste: Ob Schraubenliste, Profilliste, Sägeliste oder Mengenliste – alles wird übersichtlich im Excel-Format ausgegeben und kann sofort weiterverwendet werden. Genau diese Durchgängigkeit macht SolidSteel so wertvoll im Arbeitsalltag. 

Durchgehende Blechwangen – ein weiteres Highlight.

Zum Abschluss wurde eine weitere Neuerung der Version 7 vorgestellt: die Möglichkeit, Treppenwangen vollständig zu verschmelzen. Dadurch entsteht eine durchgehende Blechkontur, ideal für die Fertigung per Laserschneiden. Sobald die Option aktiviert ist, erzeugt SolidSteel eine Treppe aus einer einzigen Blechform – schlank, modern und hochpräzise. Der DXF-Export entspricht exakt der Seitenansicht, was die Fertigung nochmals vereinfacht. 

Fazit: Mehr Tempo, mehr Präzision, mehr Möglichkeiten.

SolidSteel parametric ist sehr leistungsfähig im Bereich Treppen und Geländer. Die Software unterstützt Sie nicht nur bei der Konstruktion, sondern führt reibungslos durch alle Folgeprozesse bis zur fertigen Zeichnung und Stückliste. Wer regelmäßig Treppen plant, wird sich nach dem Webinar vermutlich fragen: Warum habe ich das nicht schon viel früher so gemacht?

Wenn Sie mehr über SolidSteel parametric oder effiziente Workflows im Stahlbau erfahren möchten, unterstützen wir Sie gerne. Vereinbaren Sie jetzt ein persönliches Beratungsgespräch mit unseren Expertinnen und Experten.

Riccardo Terrasi
Redakteur
Riccardo begeistert sich für technische Innovationen rund um Cloud, KI und Automatisierung. In seinen Beiträgen zeigt er, wie diese Entwicklungen schon heute die Welt des Engineerings prägen und richtet sich an alle, die nicht nur Lösungen suchen, sondern auch Systeme und Ideen verstehen wollen.
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